Dienstag, 22. Mai 2012

BlümchenMonatMai

Meike hat zum BlümchenMonatMai aufgerufen. Eine spannende Aktion, wie ich finde. Es gilt, Altes&Neues zu zeigen und gerne zu reflektieren, ob und warum man sich in bestimmten Stoffen, (Blümchen)Mustern, Schnitten wohlfühlt oder eben auch nicht und Wünsche und Wunschvorstellungen zu prüfen und sich vielleicht einfach mal von Neuem herausfordern zu lassen. Alles kann, nichts muss. :-)
Bis jetzt habe ich nur still bei allen anderen MeMadeMädels mitgelesen (aus Neugier und zur Inspiration) und doch schon für mich die eine oder andere Erkenntnis mitgenommen.
Aber jetzt treibt es mich, jetzt "muss" ich doch auch selber ran!
Und weil ich mal wieder den richtigen Tag (gestern...) nicht geschafft habe, reiche ich das hier nach und hoffe, dass Ihr es dennoch lesen werdet.

Ich mag Blümchen, sehr sogar! (in meinem Kopfkleiderschrank trage ich feenartige blumige Gewänder, die mich gleichzeitig zart und doch lässig aussehen lassen...oder so. Aber da klaffen Wunschvorstellung und Realität doch ganz schön weit auseinander.)
Ich finde es sehr schwierig, die Gratwanderung zwischen hübsch-romantisch und trutschig zu schaffen! Und ich finde, dass dieser Grat bei Frauen wie mir mit "Schlemmergrößen" (ich glaube, Steffi hat diesen Begriff mal genannt, danke dafür! Sehr passend... ;-)) besonders schmal wird. Mehr Pfunde wirken in bestimmter Kleidung eben schneller mal "omamäßig".
Es ist auch noch ein großer Unterschied, Blumenmuster einfach nur so und bei anderen schön zu finden oder sich selbst darin wohlzufühlen.
Ich trage generell wenig Gemustertes. Ich habe bei zu "lautem Muster" den Eindruck, mein Gesicht verschwindet, verblasst irgendwie. Und das ist schade, das mag und will ich nicht!
Bei Blümchenmustern stehen mir also am besten die, die unifarben in sich geblümt sind, also ein eingewebtes Muster, wie z.B. bei meiner altrosa Svea, sind zwar kleine Blättchen, zeigen aber, was ich meine:

Oder mit wenigen Farben auskommen. Entweder sehr kleingeblümt, dass schon fast wieder ein uni-Eindruck entsteht oder größere, etwas grafischere Blumenmuster, wie bei meiner Shelly:

Was allerdings wunderbar funktioniert, sind buntgeblümte Röcke, wenn sie mit einem schlichten Oberteil kombiniert sind. Denn dann ist das auffällige Muster weit genug von meinem Gesicht entfernt. Das mag ich dann auch mit lautem Muster!
Und da ich meine Beine nicht zeigen mag, kann ich nur sehr lange Röcke tragen. Wunderbar, dass solche "Hippie-Röcke" genauso funkionieren: Lang, weit und mit Muster! Mit Blumen! Und Karos! :-)
[der, den ich Euch morgen zum MMM zeigen werde, ist noch ein bißchen mehr "Hippie" ;-)]


 Mehr Blümchenprojekte findet Ihr hier bei Meike!

Und nun brauche ich noch Eure Hilfe:
Ich habe seit laaaaanger Zeit einen wunderhübschen Blümchenstoff liegen und weiß nicht so richtig, was er werden soll. Dummerweise ist er auch noch transparent, was mich vor näherische Herausforderungen stellt. Hmpf.

Diesen Stoff könnte ich mir sogar in Nähe meines Gesichts vorstellen, da nur einfarbig. Die Blüten sind durch die transparent/nicht transparent-Wirkung zu sehen, der Stoff ist weich fallend, mit Crash-Effekt. Und ich mag die Farbe, ein sanftes lila/flieder.
Toll stelle ich mir ein Kleid/Tunika vor, mit Prinzeßnähten, oben figurnah, unten leicht schwingend, zweilagig, nur an Ausschnitt und Armausschnitt verbunden.
Aber bin ich größenwahnsinnig, mir aus diesem flutschigen, transparenten Stoff einen Schnitt mit diversen Nähten (französischen Nähten, weil blöderweise sichtbar?!) aufzuhalsen?!? Ich seh mich schon irgendwann nachts das halbfertige Ding hysterisch in die Ecke pfeffern....
Irgendwelche Tips für Zaubereien?!
Und bitte nicht nur "Natalie, Du schaffst das, nur Mut!"! Naja, also, das zwar auch gerne ;-), aber noch lieber wären mir richtige handfeste Tips,wie ich vorgehen soll oder Eure Ideen, was aus diesem Stoff werden kann.

Kommentare:

  1. Ich entdecke mich in deinem Post total wieder! Ja Elfengleich und Feenhaft ... naja dann eben nur Moppelelfe.
    Gut Handfeste Tipps zu deinem wirklich schönen Stoff, ich persönlich würde ein eher weites grade geschnittenes Mantelkleid nähen, mit durchgehender Knopfleist und für drunter ein enges Spaghettiträgerkleid. Wenn es deine Figur erlaubt einen zierlichen Gürtel locker getragen. Meine Figur präsentiert sich leider mit einem sehr ausladenden Hinterteil wo Gürtel nicht tragbar sind. Was fällt dir denn leichter Kappnähte oder Französische Nähte?
    viele liebe Grüße Rubinengel

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    1. Ha! An Kappnähte hatte ich überhaupt nicht gedacht! Ich habe die immer nur im Zusammenhang mit Jeans o.ä. gesehen. Aber auch für diesen Stoff ist das eine tolle Idee! Ich denke, die kann ich besser kontrolliert arbeiten als französiche Nähte. Da habe ich immer Angst, ich nähe beim zweiten Abnähen zu knapp und es guckt dann auf der rechten Seite was raus.
      Danke Dir!

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  2. Mensch - dieser Post hier ist mir entgangen. Dein Stoff ist total schön, der wäre auch was für mich. Kennst du diesen Schnitt hier:

    http://www.osinka.ru/Zhurnaly/2011/burda/burda_05/slides/01.html

    Bei Seelenruhig ist mir die Tunika ins Auge gefallen, hier:

    http://seelenruhig.eu/sr/?p=8453

    Wobei ich natürlich nicht weiss, wieviel Stoff du hast, ob er also für so weite Ärmel und für eine längere Tunika reicht.

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    1. Danke für die beiden Tips! Die Tuniken sehen wirklich schön aus und so kann ich die nötigen Proportionen für solche Flatterärmel gut zuordnen! Und es ist reichlich Stoff vorhanden, ich muss mal nachmessen.

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